Zur Partnerorganisation Embrace Coop:

Embrace ist eine seit einigen Jahren in London und seit letztem Jahr auch in Äthiopien etablierte NGO, mit der wir in diesem Jahr zum ersten Mal eine Kooperation eingehen werden. In London leistet Embrace vor allem Jugendarbeit, nicht nur mit Londoner, sondern zum Beispiel auch mit Brandenburger Jugendlichen und jungen Erwachsenen, denen von der EU finanzierte Auslandsaufenthalte und -erfahrungen ermöglicht werden. Vorrangig wird mit sozial benachteiligten und sich in schwierigen Lebenslagen befindlichen jungen Menschen gearbeitet. Embrace macht sich hierbei nicht nur für die Unterbringung und die Vermittlung von Praktikumsstellen, sondern vor allem auch für die pädagogische Betreuung der Jugendlichen während ihres Aufenthaltes stark.

Das pädagogische Konzept von Embrace für diese den Auslandsaufenthalt begleitende Auseinandersetzung mit sich und seinen Lebensträumen nennt sich „Lifedreams2U“. Den Jugendlichen wird ein Forum und Begleitung angeboten, um sich mit ihren eigenen Ideen, Vorstellungen und Utopien ernsthaft auseinander zu setzen und erste Schritte hin zu möglichen Verwirklichungen zu wagen.

Zu Embrace in Äthiopien:

In Äthiopien strebt Embrace England gemeinsam mit ihrem Ableger, Embrace Ethiopia, welcher ausschließlich von Äthiopiern geführt wird, den Aufbau eines großen Fortbildungszentrums in der Nähe der Hauptstadt Addis Abeba an.

Mit der Hilfe von Embrace England soll nun in den kommenden Jahren ein Zentrum aufgebaut werden, in welchem sich Menschen durch unterschiedlichste Wege fortbilden können. Ähnlich dem Londoner Profil der Organisation besteht und entsteht ein Netzwerk von möglichen Praktikums- und kleinen Arbeitsstellen rund um das Zentrum und in Addis Abeba, in welchen Menschen Arbeits- und Selbsterfahrungen sammeln können.

Des weiteren gibt es im Zentrum selbst ein breites pädagogisches Programm, welches zum Beispiel die Auseinandersetzung mit Lebenszielen und -träumen ermöglichen soll. Dies jedoch keineswegs nur auf einer abstrakten, geistigen Ebene, sondern teils sehr konkret, indem auch Schulungen zur Selbstständigkeit und die Möglichkeit der Mikrokreditfinanzierung gegeben sein sollen.

Das Zentrum soll ein Ort der Selbstentwicklung, Weiterbildung, des Wissens- und Erfahrungsaustausches und internationaler Verknüpfungen werden. Es ist mitsamt seiner Konzeption durch die äthiopische Regierung bereits anerkannt worden.

Etwa 55 Kilometer im Süden der Hauptstadt, nahe der Kleinstadt Debry-Zeyt wurde bereits ein großes Stück Land erworben, auf welchem sich bereits einige Gebäude befinden und seit längerem mit der pädagogischen Arbeit in Workshops und ähnlichem begonnen wurde.


Ein Jahr Freiwilligendienst bei Embrace Ethiopia:

Ein Freiwilligendienst in Äthiopien, zudem ein Freiwilligendienst bei Embrace Ethiopia impliziert eine Fülle von Möglichkeiten. Es gibt viel zu tun und viel zu erleben.

Äthiopien ist nach wie vor eines der ärmsten Länder der Welt, was sich unter anderem in beinahe regelmäßigen Dürren und Hungersnöten, weitverbreitetem Analphabetismus, einer extrem jungen Bevölkerung und hoher Arbeitslosigkeit zum Ausdruck bringt.

In Afrika ist es ein einmaliges Land, denn es wurde als einziges niemals kolonisiert. Zudem ist es das einzige ur-christliche Land Afrikas, wobei der muslimische Bevölkerungsanteil die gleiche Größe hat wie der christliche und die beiden ohne Zwist friedlich zusammenleben. Fast das gesamte Land liegt auf einem Hochplateau, weshalb das Klima trotz der zentralafrikanischen Lage für Europäer erträglich ist.

Als Freiwilliger würdest du mit in dem oben beschriebenen Zentrum leben und teils auch arbeiten. Das Zentrum ist momentan noch nicht viel mehr als 20.000m² Land, ein Halle für Seminare und Workshops, sowie einige kleine Hütten und Häuser für die Unterbringung der dort Arbeitenden und dann auch der Freiwilligen. Eben da sich das Zentrum gerade im Aufbau befindet, könnten also sowohl bauliche, als auch inhaltliche Tätigkeiten auf dem Gelände verübt werden. Aber die Arbeitsmöglichkeiten sind darüber hinaus extrem vielfältig, da die Freiwilligen ebenfalls auf das beschriebene Netzwerk von verschiedensten Arbeitsmöglichkeiten zugreifen können.

Um nur einige Beispiele zu nennen: es gibt sehr wahrscheinlich Arbeitsmöglichkeiten in Krankenhäusern, Kindergärten, in der Landwirtschaft und vielem mehr in der Umgebung von Debry Zeyt. Außerdem wird es Arbeits- und Wohnmöglichkeiten auch in Addis Abeba geben. Uns von Alegro und auch unseren äthiopischen Partnern war es hierbei sehr wichtig, dass die Freiwilligen entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten selbst entscheiden können, in welchen Arbeitsbereichen sie tätig werden wollen. Es wird ebenfalls möglich sein, während des Jahres verschiedene Arbeitsbereiche zu durchlaufen.

Des weiteren können die Freiwilligen natürlich auch das pädagogische Angebot des Zentrums für sich selber nutzen. Es wird, soweit gewollt, regelmäßige Auswertungen der Erfahrungen und Erlebnisse geben und Raum für das Entwickeln eigener Lebensideen und -träume zur Verfügung stehen.