Ökotourismus, Permakultur, Waldschutz

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Sinchi Warmi

Sinchi Warmi heißt auf Kichwa – der indigenen Amtssprache in Ecuador – „Mutige und starke Frau“. Und der Name ist Programm. Elf Frauen aus einer indigenen Gemeinde am Río Napo im ecuadorianischen Regenwald haben gemeinsam im Jahr 2004 dieses Ökotourismusprojekt in Selbstorganisation aufgebaut. Seither wird „Sinchi Warmi“ von den Frauen und mittlerweile auch einigen Männern der Gemeinschaft kollektiv betrieben. Verantwortung wird solidarisch untereinander aufgeteilt.

Das Ziel der Sinchi Warmi war und ist es, mit diesem Projekt ihre Lebensqualität und die ihrer Kinder zu steigern, sich gemeinschaftlich ein Einkommen zu sichern und indigene Lebensweisen und Traditionen auf eine selbstbestimmte Art ecuadorianischen und internationalen Reisenden nahezubringen. Sie sprechen untereinander ihre Muttersprache Kichwa, verständigen sich aber mit ecuadorianischen und Internationalen Touristen auf Spanisch und Englisch.

Die Freiwilligen werden in Familien aus dem nahegelegenen Dorf wohnen und somit eine besondere Einbindung in die Gemeinschaft erleben dürfen. Die Bandbreite an möglichen Aufgaben ist vielfältig.

Zum einen verbringen die Familien etwa 2 Tage die Woche auf dem Feld und mit Fischerei im Fluss. Hier werden die Freiwilligen einbezogen werden, genauso auch bei den sogenannten „mingas“, regelmäßig stattfindenden Gemeinschaftsarbeiten, an denen sich alle aus dem Dorf beteiligen. Hier werden zum Beispiel Beete angelegt und gepflegt, Holz gemacht, medizinische Pflanzen angepflanzt oder was sonst gerade in der Gemeinschaft benötigt wird.

Weiterhin wünschen sich die Frauen, dass Freiwillige in der Dorfschule assistieren, insbesondere um den Kindern und Jugendlichen der Gemeinschaft Englisch und Deutsch beizubringen. Weiterhin wird auch beim Schulessen Unterstützung benötigt.

Im Öko-Hostal können sich die Freiwilligen bei der Betreuung der Gäste einbringen. Das geht von Mithilfe am Empfang und Verständigung/Übersetzung mit den Tourist_innen über Arbeit in der Küche und beim Sauberhalten des Hostals und Begleitung von durch die Touristen gebuchten Aktivitäten wie eine Herstellung von Schokolade oder Touren über das Gelände. Wenn Interesse besteht freuen sich die Sinchi Warmis auch über Unterstützung beim Marketing und neue Ideen fürs Projektmanagement.

Hier könnt ihr mehr über das Hostal erfahren: http://sinchiwarmi.org/

In dieser Einsatzstelle können sich besonders gut Menschen einbringen, die…

  • Interesse an indigener Kultur und Lebensweise haben und bereit sind, eigene Wertvorstellungen zu hinterfragen
  • Lust haben, nicht nur Spanisch sondern auch (ein bisschen) Kichwa zu lernen
  • Sich vorstellen können, sich selbst als Teil einer Familie und Gemeinschaft zu begreifen und sich auf diese enge Art der Einbindung einzulassen
  • Interesse an der Arbeit mit Kindern und/oder im Hostal haben
  • Lust auf Arbeit in der Natur und mit der Erde haben (Gartenarbeit, Touren durch den Regenwald, etc)
  • ein naturverbundenes Leben mit weniger materiellem Luxus zu leben wollen
  • Marketing- und Projektmanagementskills haben

 

Pambiliño Reserve

Pambiliño ist ein Naturreservat und eine ökologische Farm mit Bildungscharakter im Nebelwald Ecuadors nahe der Hauptstadt Quito. Das Projekt wird von einer Gruppe junger ecuadorianischer und internationaler Menschen getragen, die die Liebe zu Natur eint sowie das Engagement für die Themen Nachhaltigkeit, gesunde und faire Ernährung, Schutz und Erhalt von Wasser, Wald und Boden und Umweltbildung.

In Pambiliño wird mit Hilfe der Technik der Agroforestry (Waldgarten) Kakao und andere Nutzpflanzen im Einklang mit dem Wald angebaut. Ein großer Teil des Geländes wird zum Schutz nicht landwirtschaftlich genutzt.  Pambiliño versteht sich auch als Bildungszentrum und bietet regelmäßig Workshops an mit Schwerpunkten wie Wasserschutz, Ökologie und Gesellschaft und Analog Forestry. Auch Führungen und Workshops für Schulklassen und Reisegruppen werden angeboten. Pambiliño ist vernetzt mit anderen lokalen Initiativen und Bauern, die sich gemeinsam nachhaltige Entwicklung in der Region einsetzen.

Die Freiwilligen werden zum einen in der Betreuung von Besucher_innen mitarbeuten.  Dabei handelt es sich um Schulklassen, Reisegruppen und Gruppen von Forscher_innen.  Die Aufgaben beinhalten Vor- und Nachbereitung der Besuche, Führungen über das Gelände und die (gemeinsame) Zubereitung von Essen. Bewusstes Kochen und Essen ist in Pambiliño wichtig und es wird versucht, den Weg vom Samen auf den Teller erfahrbar zu machen. Weiterhin gibt es die Möglichkeit nach Absprache, selber Workshops anzubieten oder auch kleine Umweltprojekte in der nahegelegenen Schule durchzuführen.  Weiterhin fallen körperliche Arbeiten im Landwirtschaftlichen Bereich und bei den Schutzmaßnahmen für Wald & Wasser an.

Zum anderen sollen die Freiwilligen in der Landwirtschaft mithelfen, vor allem im ökologischen Anbau von Kakao, Kaffee und tropischen Früchten. Dies beinhaltet das Pflanzen, Düngen, Jäten und Ernten. Dabei kann der_die Freiwillige viel lernen über nachhaltige Anbaumethoden und Analog Forestry lernen, eine Technik, die natürliche Waldstrukturen nutzt und immitiert. Auch die Zubereitung von Essen zählt zu Aufgaben – vom Samen auf den Teller.  Es fallen Arbeiten im Bereich des Waldschutzes an (Pflanzensamen sammeln, Bäume pflanzen, Wegesicherung). Mitwirkung bei den Bildungsaktivitäten in Pambiliño sind ebenso denkbar wie Aushilfe bei Projekten in der Umgebung (Orchideenzucht, Ökotourismus)

Mehr Informationen findet ihr hier: http://www.pambilino.org

In dieser Einsatzstelle können sich besonders gut Menschen einbringen, die…

  • Bereitschaft zu körperlicher Arbeit in warmen, feuchten Klimabedingungen (Nebelwald) mitbringen
  • Lust auf Arbeit in der Natur und mit der Erde haben
  • Interessiert sind an nachhaltiger Landwirtschaft, Ressourcenschutz, holistische Ernährung
  • Offenheit haben, die eigenen Gewohnheiten zu verändern (insbesondere Essgewohnheiten).
  • Bereitschaft mitbringen, sich auf eine familiäre Gemeinschaft einzulassen, sich als Teil dieser zu begreifen und sich dementsprechend einzubringen
  • Lust auf ein einfacheres, naturverbundenes Leben haben
  • Bereit sind auf moderne Medien zu verzichten (kein Internet in der Reserva, wenig Telefonempfang)
  • Kommunikationsfähigkeit und Offenheit für neue Menschen haben
  • sich für Essen und Nahrung, vom Samen bis zum gekochten Gericht interessieren

 

Red de Semillas

Das Red de Semillas (übersetzt Samenbank) ist ein Zusammenschluss von Farmen und Höfen in Ecuador, die nachhaltige und ökologische Landwirtschaft betreiben und es sich zum Ziel gemacht haben, diese Form der Landwirtschaft zu fördern.

Wir entsenden in zwei Standorte des Red de Semillas

In Tumbaco befindet sich das Zentrum der Plattform. Von hier aus werden die einzelnen Projekte koordiniert und in ihrem Prozess begleitet. Es finden Bildungsveranstaltungen zu Permakultur und Nachhaltigkeit statt. Außerdem befindet sich in Tumbaco die Samenbank, in der die natürlichen Pflanzensamen verwaltet werden. Die Samen werden dort gelagert, zu den verschiedenen Höfen transportiert und einmal in der Woche auf dem Markt in Tumbaco verkauft. In Tumbaco  befinden sich ebenfalls Gärten und Felder, die bestellt werden und der Produktion von Pflanzensamen dienen.

Die_der Freiwillige wird bei der Verwaltung der Pflanzensamen unterstützen. Die Samen werden geputzt, gelagert, kategorisiert und in die verschiedenen landwirtschaftlichen Betriebe transportiert. Außerdem wird sie_er Teil der Koordination der unterschiedlichen Projekte sein und an Bildungs- und Informationsveranstaltungen zum Thema “Nachhaltige Landwirtschaft” teilnehmen. Die_der Freiwillige unterstützt die Arbeit auf den Felder und in den Gärten.

In dieser Einsatzstelle können sich besonders gut Menschen einbringen, die…

  • sich für Projektkoordination und -organisation interessieren
  • Spaß und Interesse an nachhaltiger Landwirtschaft haben und Freude an landwirtschaftlichen Arbeiten mitbringen
  • Lust darauf haben, Wissen weiterzugeben und andere für Umweltschutz zu sensibilisieren.

Außerdem entsenden wir zum Red de Semillas in Calmito. Das Projekt “Permacultura Caimito” hat es sich zum Ziel gemacht, den ökologischen und nachhaltigen Landbau zu fördern und das Ökosystem durch Permakultur zu schützen. Es handelt sich um einen Zusammenschluss von mehreren landwirtschaftlichen Betrieben in Esmeraldas, die als Kollektiv organisiert sind. Auf diesen “fincas” wird nach ökologischen Prinzipien zum Beispiel biologischer Kakao produziert. Außerdem wird  Bildungsarbeit und Aufklärungsarbeit geleistet, um für Umweltschutz zu sensibilisieren und das Modell des nachhaltigen Landbaus auszuweiten.

Die_der Freiwillige wird in unterschiedlichen landwirtschaftlichen Betrieben tätig sein und die Arbeit auf der biologischen Kakaoplantage unterstützen, um für den Umweltschutz sensibilisiert zu werden. Außerdem wird die_der Freiwillige an Programmen der Aufklärung zum Schutz des Ökosystems, nachhaltiger Landwirtschaft und nachhaltigem regionalen Tourismus für umliegende Betriebe und Gemeinden teilnehmen.

In dieser Einsatzstelle können sich besonders gut Menschen einbringen, die…

  • Spaß und Interesse an nachhaltiger Landwirtschaft haben und Freude an landwirtschaftlichen Arbeiten mitbringen
  • Lust darauf haben, Wissen weiterzugeben und andere für Umweltschutz zu sensibilisieren
  • Lust auf Arbeit in der Natur und mit der Erde haben
  • Bereitschaft zu körperlicher Arbeit mitbringen
  • ein naturverbundenes Leben mit weniger materiellem Luxus zu leben wollen