Freiwilligendienst

Bewusst bewegt sein. Mit Alegro im Fluss zu neuen Meeren.

Es geht wieder los! Im Sommer 2017 möchten wir wieder eine Gruppe neugieriger Menschen auf den Weg des Freiwilligendienstes bringen. Nachdem wir in diesem Jahr zwölf wundervolle Freiwillige aus Ecuador begrüßen und beim Einleben in Deutschland begleiten durften, ist es nun wieder Zeit für den Austausch in Nord-Süd-Richtung. Und da wir ein Verein sind, der neue Ideen und Veränderung willkommen heißt, haben wir uns auch für den Freiwilligendienst 2017/18 wieder etwas Feines ausgedacht.

Bewusst bewegt sein – Das ist das Motto.

Wir alle, die sich für die neue Freiwilligengeneration verantwortlich zeichnen, haben selbst einen Freiwilligendienst im Ausland verbracht. Diese Erfahrung hat uns alle auf sehr unterschiedliche Weise geprägt und bewegt. Sie hat unsere Kursrichtung verändert und wirkt sich noch heute darauf aus, womit wir uns beschäftigen und wie wir unser Leben gestalten. Bei der Überlegung, was wir persönlich einer neuen Generation Freiwilliger mitgeben möchten, ist es vor allem das: Lasst euch von dieser Erfahrung bewegen! Altes auf den Kopf stellen, Neues erkunden, Gewohntes mit neuer Farbe malen.

Was wir als Entsendeorganisation anregen möchten, ist vor allem das Darüber-Bewusst-Werden. Welche Bewegungen finden in mir und um mich herum statt? Welchen möchte ich folgen? Wo möchte ich gegen den Strom schwimmen, wo innehalten und genauer hinsehen, wo mich treiben lassen? Bewusst bewegt sein heißt für uns zunächst, bei sich selbst anzufangen. Wo stehe ich, was brauche ich, wo möchte ich hin? Dann heißt es aber auch: sich öffnen für andere, für die Welt, für die Herausforderungen und für die Schätze, die dort auf uns warten. Für die großen Fragen – Wie möchten wir in dieser Welt gemeinsam leben? Wie möchten wir mit der Natur umgehen? Wie miteinander?

Von Postwachstum, Regenwaldschützern, Rassismusdiskursen und gutem Leben

Es ist dabei nicht das Ziel „fertige“ Konzepte weiterzugeben. Jede und jeder findet andere Antworten auf diese Fragen. Uns geht es vor allem darum, sich auf den Weg zu machen und gemeinsam zu suchen. Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen, anzuecken, sich inspirieren zu lassen. Ohne vorbestimmtes Ziel. Wir sind genauso gespannt, wohin uns die Reise mit dem neuen Freiwilligendienst bringen wird, wie es unsere Freiwilligen sein werden.

Die Themen, die wir auf dieser Reise berühren möchten, sind divers: Von Fragen zu Postwachstum und gutem Leben, über rassismuskritische Perspektiven und Themen der Globalen Gerechtigkeit, zu Gemeinschaft und Begegnung, Kommunikation, Migration und Umweltschutz. Wir möchten, dass diese Auseinandersetzung nicht nur auf theoretischer Ebene stattfindet, sondern auch ganz praktisch erlebbar wird. Durch die gezielte Auswahl von Einsatzstellen, die zu diesen Themen arbeiten, sowie durch die konkrete Gestaltung unserer Vereinsarbeit und der Seminare – sei es, dass letztere in Lebensgemeinschaften stattfinden, dass wir gerettete Lebensmittel verwenden, dass wir uns als Team reflektieren und neue Wege der Arbeitsorganisation gehen. Das Bewegt-Sein möchten wir dabei auch ganz wörtlich nehmen – und auf unseren Seminaren in Bewegung und in der Natur lernen.

Austausch mit Ecuador und Mosambik – eine wechselseitige Beziehung

Alegro hat in seiner Vereinsgeschichte schon in viele Partnerländer entsendet. Weniger ist mehr, dachten wir uns in diesem Jahr. Und werden daher im Zyklus 2017/18 ausschließlich nach Ecuador und Mosambik entsenden. Wir erhoffen uns so, die Verbindungen in diese Länder zu intensivieren und gleichberechtigter gestalten zu können. Unser Traum wäre es, zukünftig im Jahreswechsel ebenso viele ecuadorianische und mosambikanische Freiwillige in Deutschland willkommen zu heißen, wie wir in diese Länder entsenden. Mit dem Süd-Nord-Austausch der Freiwilligen aus Ecuador sind wir diesem Ziel schon sehr nah. Sie werden uns in der Vorbereitungszeit vor der Ausreise und vor Ort in Ecuador unterstützen und mit ihren Perspektiven bereichern. Wir laden die neuen deutschen Freiwilligen ein, uns ebenso bei der Vorbereitung und Begleitung einer nächsten Süd-Generation aus Ecuador und Mosambik zu unterstützen. Denn ein Freiwilligendienst mit Alegro kann zwar nach dem Auslandsjahr beendet sein, er kann aber auch erst der Anfang einer spannenden, überraschenden Reise sein.

Also los geht’s! Hissen wir die Segel, auf dem Fluss zu neuen Meeren.

Seid ihr dabei? Wir freuen uns auf euch!

Teamfoto Sep 16

Das Organisationsteam: Ria, Laurids, Alexa und Fia

Der Freiwilligendienst 2017/18 in Stichworten:

18 Freiwillige, 12 Monate

Ausreise im August 2017

Ecuador und Mosambik als Entsendeländer

Einsatzstellen in Themenfelder wie:

  • Naturschutz / Schutz des Regenwaldes
  • Ländliche Entwicklung
  • Alternative / Freie Bildung
  • Ökologischer Landbau & Permakultur
  • Indigenes Wissen / Unterstützung für indigene Rechte
  • Sicherung der Grundbedürfnisse (Wohnen, Hygiene, Gesundheit, Essen)
  • Sozialarbeit

Pädagogisches Begleitprogramm „Bewusst Bewegt Sein“

Enge Verknüpfung mit dem Süd-Nord-Austausch von Alegro

Das weltwärts-Programm

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Alegro ist staatlich anerkannter Träger des weltwärts-Programms und des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ).
Seit 2008 entsendet der Verein Freiwillige in unsere Partnerprojekte nach Mosambik, Chile und Ecuador. Auch wenn bereits mehrere Freiwillige in den verschiedenen Projekten mitgearbeitet haben, stellt der Freiwilligendienst für jede und jeden eine ganz unterschiedliche Erfahrung dar. Für die Freiwilligen besteht explizit die Möglichkeit, eigene Ideen zu verwirklichen, Verantwortung zu übernehmen und aktiv in den Entwicklungsprozess des Freiwilligendienstes mit einbezogen zu werden. Das bedeutet aber auch, dass die Freiwilligen ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit mitbringen müssen und Lust haben, ihr Jahr selbst mitzugestalten. Weltwärts akzeptiert Freiwillige im Alter von 18 bis einschließlich 28 Jahren.